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Jürgen Moser

Jürgen K. Moser wurde 1928 in Königsberg geboren. Er starb 1999 in Zürich.

Jürgen Moser studierte von 1947 bis 1952 an der Universität in Göttingen, wo er 1952 bei Franz Rellich doktorierte. Forschungsaufenthalte an der New York University und Assistententätigkeit in Göttingen bei Carl Ludwig Siegel schlossen sich an. Dann verlief die Karriere sehr steil: 1956 wurde Moser Assistant Professor an der New York University, 1957 Associate Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und 1960 Professor am Courant Institut of Mathematical Sciences in New York. 1980 folgte er einem Ruf an die ETH in Zürich. Von 1984 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1995 war er Direktor des Forschungsinstitutes für Mathematik (FIM). Von 1983 bis 1986 amtete er als Präsident der International Mathematical Union (IMU).

Zu den Forschungsgebieten von Jürgen Moser gehörten Himmelsmechanik, Spektraltheorie, Variationsrechnung, Theorie der partiellen Differentialgleichungen, Differentialgeometrie und komplexe Analysis. Die KAM-Theorie (benannt nach Kolmogorov, Arnold und Moser) der dynamischen Systeme wird als eine der grossen mathematischen Leistungen des 20. Jahrhunderts angesehen.

Eduard Zehnder schreibt in seinem Artikel zum Anlass der Verleihung der Cantor-Medaille der DMV an Jürgen Moser (Jber. d. Dt. Math.-Verein. 95 (1993) 85-94):

Jürgen Moser hat fundamentale Beiträge zur Analysis geliefert, welche dieses alte Gebiet der Mathematik wesentlich verändert und weiter entwickelt haben. Er hat [...] tiefe Resultate gefunden, [...] interessante neue Phänomene entdeckt und [...] kraftvolle neue Techniken entwickelt. [...] Er verfügte über eine ungewöhnlich weite Sicht der Mathematik als Ganzes. [...] Die Trennung in reine und angewandte Mathematik existierte [für ihn] nicht.

Jürgen Moser erhielt eine grosse Anzahl von Ehrungen, neben der Cantor-Medaille und mehreren Ehrendoktoraten befindet sich darunter der mit einem hohen Prestige versehene Wolf Prize der Wolf Foundation in Israel.


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