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Normalstudienplan

Am 19. November 1980 beschliesst der Schweizerische Schulrat einen Studiengang für Informatik-Ingenieure auf das Wintersemester 1981/82 einzuführen. Innert kürzester Zeit musste also ein Normalstudienplan festgelegt werden, denn bereits zwei Monate später wollte der Schulrat über diesen befinden, damit bei positivem Entscheid die Mittelschulen bis im Frühjahr über den neuen Studiengang rechtzeitig informiert werden konnten.

Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Carl August Zehnder und Vertretern des Instituts für Informatik, der Abteilung für Elektrotechnik, der Abteilung für Mathematik und Physik sowie der EPF Lausanne hatte einen Monat Zeit, um den Studienplan auszuarbeiten. "Der Studienplan ist auf das Berufsbild eines Informatik-Ingenieurs ausgerichtet, der konstruktiv, system-orientiert, im Team tätig ist." Zentrale Konzepte:
  • "Software steht im Zentrum der Informatik. Ein persönliches Verhältnis zur Software erhält man aber nur mit einer bestimmten Praxis."
  • "Der Ingenieurstudent braucht auch eine Beziehung zu Aspekten aus Wirtschaft, Recht, Betrieb."
  • "Im Konzept eindeutig nicht enthalten ist der Nur-Informatiker, [] der kein Nebenfach kennt."

Der zu entwickelnde Studienplan musste allerdings nicht von Grund auf erstellt werden. Seit den ausgehenden 1960er Jahren gab es intensive Auseinandersetzungen über die Inhalte von Informatik-Studiengängen. Zum Zeitpunkt, als die ETH Zürich einen solchen entwerfen musste, bestand laut Jürg Nievergelt bereits "some agreement on the fundamental concepts that belong to the core of the subject." An der ETH Zürich waren bereits verschiedene Dokumente vorhanden, die während den 1970er Jahren in früheren Anläufen für einen Studiengang entstanden waren.

Das Grundstudium des neuen Lehrplans war zudem stark an bestehende Lehrpläne, insbesondere denjenigen der Elektroingenieure, angelehnt, um unter anderem auch eine gewisse Durchlässigkeit zwischen den Studiengängen zu ermöglichen. Ebenfalls übernommen wurde das Industrie-Praktikum, das bereits als Teil des "Informatik-Ausweises" bestand und sich dort bewährt hatte.

Der Kern des Fachstudiums - der zentrale Teil des neuen Studienplans - bestand aus vier Richtungen:

Hardware und Rechnerstruktur
Rechnerarchitektur, Computernetze, Datenübertragung
System-Software
Betriebssysteme mi tEin- und Ausgabe, Graphik, Compiler, Datenverwaltung
Benutzernahe Software
Programmier-, Befehls- und Abfragesprachen, Datenbanken, Mensch-Maschine-Dialog, Anwendungspakete
Theoretische Informatik
Theoretische und praktische Grenzen der Berechenbarkeit, Komplexität von Algorithmen und Problemklassen

Auf diesen den Kern des neuen Studiums bildenden Bereich entfiel auch der grösste Aufwand in der Vorbereitung, da die davorliegende Lehrtätigkeit auf die Grundausbildung von Nebenfachstudenten ausgerichtet war und solche tiefgehende Aspekte natürlicherweise nicht behandelte.

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© 2005 ETH Zürich | 3.3.2005 | !!! Dieses Dokument stammt aus dem ETH Web-Archiv und wird nicht mehr gepflegt !!!