printlogo
ETHistory 1855-2005 | Rückblicke | Departemente | INFK | Forschung | Weitere Seiten | LIDAS - Ein DBMS für Lilith | LIDAS Ein Datenbanksystem für Lilith | 
print
Fenster schliessen

Wichtiger Hinweis:
Diese Website wird in älteren Versionen von Netscape ohne graphische Elemente dargestellt. Die Funktionalität der Website ist aber trotzdem gewährleistet. Wenn Sie diese Website regelmässig benutzen, empfehlen wir Ihnen, auf Ihrem Computer einen aktuellen Browser zu installieren. Weitere Informationen finden Sie auf
folgender Seite.

Important Note:
The content in this site is accessible to any browser or Internet device, however, some graphics will display correctly only in the newer versions of Netscape. To get the most out of our site we suggest you upgrade to the latest Netscape.
More information

LIDAS Ein Datenbanksystem für Lilith

Bibliografie

 
 

Die Workstation Lilith, respektive die Programmiersprache Modula-2 dienten in den 1980er Jahren als Arbeitsplattform für verschiedene Forschungsprojekte am Institut für Informatik. Eines davon war die Entwicklung des relationalen Datenbanksystems LIDAS.

Die Lilith-Workstation stellte einige besondere Anforderungen an die Projektgruppe, welche ein DBMS von Grund auf entwerfen wollte. Erstens sollte der Computer auch von Personen benutzt werden können, die nicht über eine spezielle Informatik-Ausbildung verfügten. So waren bereits der Text-Editor "Andra" und das Zeichenprogramm "Draw" intuitiv verständlich, es brauchte dafür keine besondere Benutzerschulung. Ziel der Datenbankentwickler war es daher, auch ihr System für Leute bedienbar zu machen, die sich noch nie mit Datenbeschreibung und -manipulation befasst hatten. LIDAS musste die Benutzer bei der Modellierung ihrer Daten entsprechend unterstützen. Die Lilith war zudem eine Ein-Benutzer-Maschine. Für die Entwickler von LIDAS bedeutete dies eine Vereinfachung, denn sie mussten keine parallelen Datenbankzugriffe von mehreren Benutzern koordinieren.
Um die Benutzerschnittstelle einerseits möglichst einfach zu gestalten, andererseits aber dem fortgeschrittenen User sämtliche Zugriffe auf das System zu gewähren, wurden nicht weniger als drei Benutzerschnittstellen implementiert. Sie richteten sich an die Benutzergruppen "Software Engineer", "Parametric User" und "Casual User". Die drei Gruppen konnten auf verschiedene Weise mit dem DBMS interagieren.

Dass sich die Software am Denken und der Intuition ihrer Benutzer orientierte, war eine Besonderheit am Design von LIDAS. Bisherige Programme funktionierten zumeist umgekehrt; an der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine war es der Mensch, der sich an die Maschine anzupassen hatte. Leute mit wenig Fachkenntnissen konnten am Computer nur einfache vorstrukturierte Aufgaben erledigen. Nun sollten sich mit entsprechenden Hilfsmitteln auch komplexere Problemstellungen lösen lassen, wie zum Beispiel das Design von Datenbanken. In einer Publikation des Instituts für Informatik über LIDAS wird diese neue Einstellung gegenüber dem Benutzer so umschrieben:

"No 'Specialists' are available to design and maintain the databases professionally. Therefore the user has to be focussed during the whole design of the database system and its user interfaces."


print
Fenster schliessen
top
© 2005 ETH Zürich | 6.5.2005 | !!! Dieses Dokument stammt aus dem ETH Web-Archiv und wird nicht mehr gepflegt !!!