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ETHistory 1855-2005 | Rückblicke | Departemente | MAVT | Problemlagen |

Problemlagen

Die Problemlage des D-MAVT ist geprägt von zwei grossen Trends der letzten Jahrzehnte: Einerseits haben sich die Grenzen zwischen angestammten und neuen wissenschaftlich-technischen Disziplinen verschoben und andererseits hat die Deindustrialisierung der westlichen Industriegesellschaften das Umfeld des Departements fundamental verändert.

Die Grenzen zwischen den früher traditionellen Ingenieurgebieten des Maschinenbaus, der Elektrotechnik und der Werkstoffe haben sich im Laufe der letzten 20 bis 30 Jahre vor allem durch den wissenschaftlichen Fortschritt der Elektronik und der Informatik weitgehend vermischt. Im Weiteren haben sich die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Chemie, der Physik und der Biologie wesentlich stärker mit Gebieten des Maschinenbaus verflochten bzw. diese durchdrungen. Interdisziplinäre Wissensgebiete gewannen dabei stark an Bedeutung, so beispielsweise die Mechatronik und die Robotik (Maschinenbau, Elektrontechnik, Informatik), die Verfahrenstechnik (Maschinenbau, Chemie, Biologie), die Energietechnik (Maschinenbau, Physik, Chemie) usw. Diese wissenschaftliche Entwicklung wurde zudem begleitet vom entscheidenden Einbezug wirtschaftlicher und sozialer Gesichtspunkte sowie von Belangen der Umwelt, d.h. der Sicherheit und der Nachhaltigkeit.

Nicht weniger dramatisch verlief die wirtschaftliche Entwicklung der Maschinenindustrie und der Verfahrenstechnik nahe stehenden Industrien (Chemie, Anlagenbau) in der Schweiz. Die Nachwirkungen der 1973 durch die OPEC beschlossenen Erdölverknappung und der damit verbundene Preisanstieg führten der Wirtschaft den Übergang vom Wachstum ohne Grenzen zu den Grenzen des Wachstums eindrücklich vor Augen. Der bis in die späten 70er Jahre durch die Nachfrage dominierte Markt - unter anderem bedingt durch den Aufbau der Industrien in den kriegsgeschädigten Gebieten und im Ostblock - verschob sich kontinuierlich zu einem Angebotsmarkt. Der Markt und damit der Kunde bzw. die Kundin und nicht mehr überwiegend die technische Entwicklung bzw. der technische Stand bestimmte den wirtschaftlichen Erfolg. Zusätzliche Globalisierungseffekte und die durch teilweise hohe Lohnkosten bedingten Produktionsverlagerungen in den Osten Europas und in den asiatischen Raum führten für die Maschinenindustrie in der Schweiz seit 1980 zu einem Verlust von gegen 30% der Arbeitsplätze. Grosse schweizerische Konzerne der Maschinenindustrie, in denen früher eine massgebende Zahl von Absolventen der ETH Zürich direkt nach dem Studium eine Beschäftigung fanden, haben ihre Aktivitäten in der Schweiz entscheidend reduziert. Zudem wurden Investitionen in neue Grossanlagen vor allem in zukünftige Märkte in Asien und in den USA getätigt, nicht zuletzt auch bedingt durch die ausgeweiteten Genehmigungsverfahren in der Schweiz und die restriktive Haltung gegenüber neuen Technologien wie beispielsweise der Gentechnologie.

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